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Mo. 23. Januar 2012 - 17:34 Uhr
Amriswil bezwingt den Leader

Volleyball – Volley Amriswil bezwingt in der Meisterschaft den Tabellenleader Genf mit 3:1 (20:25, 25:18, 25:20, 25:21). Im Cup-Halbfinal doppelten die Amriswiler nach und zogen mit einem 3:1 in den Final ein. - Dominik Joos

Volley Amriswil. (Bild: zvg)
 
Volley Amriswil. (Bild: zvg)

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In der ersten Begegnung des Wochenendes behielt Volley Amriswil mit 3:1 die Oberhand und unterstrich seine Ambitionen in der Qualifikationsrunde noch den dritten Platz und damit einen Punkt für die Playoffs zu sichern. Lugano liegt zur Zeit punktgleich mit Amriswil aber mit dem besseren Satzverhältnis auf dem dritten Platz. Schönenwerd hat wieder die Spitze übernommen, muss allerdings in der letzten Runde in einer Woche gegen Lugano zu Hause antreten. Amriswil hat sich mit dem Sieg gegen Genf die Qualifikation für die Playoffs praktisch gesichert. Voraussetzung ist allerdings, dass die Thurgauer in einer Woche beim Tabellenletzten sicher drei Punkte auf ihr Konto schreiben. Gewinnt Schönenwerd gegen Lugano oder gewinnt Lugano nur 3:2 gegen die Aargauer, beendet Volley Amriswil die Qualifikation auf dem dritten Platz. So oder so entscheidet das nächste Wochenende, wer es unter die ersten Fünf schafft. Näfels und Lausanne treffen dann direkt aufeinander. Der Gewinner wird um den Meistertitel kämpfen können, der Verlierer muss in die Playouts.

Erster Satz für Genf
Im ersten Satz hatten die Amriswiler noch etwas Mühe in der Annahme und konnten vor allem keine effiziente Abwehr gegen den dominierenden Genfer Guerra organisieren. Guerra erspielte gut 80 bis 90 Prozent der Winner von Genf. So unterlag Amriswil noch mit 20:25. Danach reagierte die Formation mit Bär, Dirceu Paulino, Gavrilovic, Ivkovic, Walzer, Tomasik und Kroiss und punktete mit guten Services und einem guten Side Out Spiel. Im Zweiten verwertete Amriswil den zweiten Satzball zum 25:18. Im dritten Durchgang gestaltete Amriswil das Spiel noch klarer zu seinen Gunsten. Den Thurgauern unterliefen nur ganz wenige Fehler. Die Annahmen waren jetzt auch präzis und optimal für den Passeur. Weder Guerra noch Meyer von Genf konnten am Service genügend Druck aufbauen. Mit 25:20 ging Amriswil 2:1 in Führung und sicherte sich damit schon mal einen wichtigen Punkt. Im vierten Satz konnte Volley Amriswil an die gute Leistung anknüpfen und legte mit 8:5 vor. Dann schlichen sich Fehler im Angriff und am Service ein. Genf schloss zum Ausgleich 12:12 auf. Das Gleiche wiederholte sich nach der Führung zum 16:13. Genf glich zum 21:21 aus. Danach spielte Amriswil wieder fehlerfrei und beendete die Partie mit 25:21 zum verdienten 3:1.

Volley Amriswil im Cupfinal
Zum dritten Mal innerhalb der letzten vier Jahre steht Volley Amriswil im Cupfinal in Bern. Am 10. März kommt es zum Derby zwischen Amriswil und Näfels in der Wankdorfhalle. Das Ostschweizer Volleyballfest ist vorprogrammiert.
In einem hochklassigen Kampf um jeden Zentimeter auf und neben dem Feld setzten die Thurgauer die Genfer von Beginn weg permanent unter Druck und standen sogar im dritten Satz beim Stand von 22:18 kurz davor einen 3:0 Sieg nach Hause zu fahren. Genf verkürzte mit 23:25 auf 2:1, nachdem Amriswil mit einem 2:0 in die grosse Pause gegangen war. Amriswil spielte unbeirrt weiter und brachten den Gegner zur Verzweiflung. Im vierten Durchgang konnte das Team von Carlos Schwanke das Niveau konstant hoch halten und deklassierte die Genfer gar mit 25:15. Volley Amriswil zog all seine Register, blockte perfekt gegen Guerra. Aber auch in der Annahme zeigte Amriswil Grösse und Ruhe, die Services von Meyer und Guerra waren entweder im Out oder Amriswil parierte optimal. Amriswil war phasenweise unwiderstehlich am Block und gut vorbereitet auf die Genfer Spielweise. Die Angriffe von Amriswil waren clever, platziert und teils sehr schnell und kraftvoll. Der permanent hohe Druck provozierte mehr und mehr Fehler bei den Genfern.

Das Publikum kam über die ganze knapp zweistündige Partie in den Genuss spektakulärer und langer Ballwechsel, bei denen sich beide Teams nichts schenkten und viele unmögliche Bälle ins Spiel zurückholten. Das Tellenfeld brodelte fast über. Bei Amriswil stand die Formation mit Bär, Walzer, Ivkovic, Gavrilovic, Tomasik, Dirceu Paulino und Kroiss auf dem Feld. Sporadisch brachte Passeur Cao Herrera neue Ideen und Entlastung ins Spiel. Im zweiten Satz stand das Spiel für kurze Zeit auf der Kippe, Amriswil benötigte drei Satzbälle zum 27:25, welches vorentscheidend war und die Genfer in die in dieser Saison bis anhin ungewohnte Situation brachte, einen deutlichen Rückstand aufholen zu müssen. Mit den beiden Siegen gegen die bis anhin dominierenden Genfer setzte Amriswil seinerseits ein Zeichen und machte klar, dass Volley Amriswil auch in dieser Saison ein Wörtchen mitredet in der Schweizer Volleyballszene.

 
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