Volleyball – Volley Amriswil konnte im Nachtragsspiel der Qualifikationsrunde gegen Näfels ein 3:0 erzielen und damit drei wertvolle Punkte auf seinem Konto verbuchen. - Dominik Joos
Amriswil übereugte gegen Näfels mit einem 3:0. (Bild: Archiv)
Amriswil musste in Näfels wie schon gegen Schönenwerd auf den Diagonalspieler Radovan Gavrilovic verletzungsbedingt verzichten. In der Startformation liefen Bär, Paulino, Brühwiler, Tomasik, Walzer, Turanjanin und Kroiss auf. Und diese Formation sollte in dieser Begegnung einen denkwürdigen Erfolg erzielen. Im ersten Satz konnte Volley Amriswil mit einer konzentrierten Leistung und Druck am Service auf 8:6 vorlegen. Volley Amriswil wirkte stabil in der Annahme, im Angriff allerdings oftmals unglücklich. Dennoch behielten die Thurgauer mit 16:15 die Nase vorn. Dies blieb dann auch am Ende so: Volley Amriswil gewann den ersten Satz mit 25 :23, obwohl Näfels zwischenzeitlich nach zwei Service-Assen 21:19 vorlag und auch noch mit 23:21 noch berechtigte Hoffnungen hatte.
Starker Start und konzentrierter Finish Volley Amriswil zog mit starkem Service von Tomasik gleich auf 4:1 davon. Dann folgten zwei Bälle Konzentrationsfehler zum 4:3, ehe die Thurgauer auf 8:5 erhöhten. Amriswil gelang es nicht, sich abzusetzen, nach einem 14:11 hiess es nach einem umstrittenen Ball für Näfels 15:16, das in diesem Satz erstmals in Führung ging. Dieser Entscheid liess die Thurgauer nicht aus der Ruhe bringen. Es blieb allerdings plötzlich sehr eng im Satz: 19:19. Näfels nahm bei 20:19 für Amriswil ein Time-out. Die entscheidende Phase des Satzes wenn nicht gar der Partie lag in der Luft. Amriswil wirkte überzeugt und konsequenter. 21:20. Die Entscheidung in diesem Satz spitzte sich zu, Amriswil benötigte drei Satzbälle zum 28:26, nachdem es auch
einen von Näfels beim Stand von 24:25 abwehren musste. Dies war wohl mental vorentscheidend in diesem Treffen der beiden Traditionsclubs.
Zweiter Matchball verwertet Nach der grossen Pause lief das Spiel gleich intensiv weiter. Die Ballwechsel waren länger und Amriswil gelang es Druck am Service zu machen und spielte sehr stark in der Verteidigung. 8:5 hiess das erste Fazit im dritten Durchgang. Danach konnten die Amiswiler den Gegner immer auf Distanz halten. Sobald Volley Amriswil die ersten Bälle nicht verwerten konnte, kamen die Glarner aber wieder heran. 16:15 war die nächste Etappe. Vorlegen von Amriswil undNachziehen von Näfels war das Motto des Abends. Amriswil blockte in dieser Phase sehr effizient: 18:16. Die Thurgauer zogen ihr Spiel weiter, behielten die Nerven und erhielten bei 24:20 den ersten Matchball, der Näfels mit einer Passeurfinte noch abwehren konnte. Dirceu da Silva Paulino machte mit einem Angriffshammer den Sack zu zum erlösenden 25:21. «Nach dem unglücklichen Spiel gegen
Schönenwerd können wir heute Abend gegen einen direkten Tabellenkonkurrenten auswärts drei Punkte nach Hause fahren. Was wollen wir mehr?» strahlte Manager René Zweifel nach dem Schlusspfiff.
Blick auf die Tabelle Der Blick auf die Tabelle vor dem Laufenburg-Spiel zeigt: Schönenwerd, Lausanne und Genf haben 27 und 26 Punkte, dann folgt Amriswil nun wieder auf Platz vier mit 22 Punkten. Näfels und Lugano bringen 21 Punkte auf ihr Konto. Die nächste Herausforderung auf Augenhöhe für Amriswil und gleichzeitig Revanche wird die Heimpartie gegen Lausanne UC am 10. Dezember im Tellenfeld sein, ehe die Thurgauer in den Europacup einsteigen. Das übernächste Heimspiel wird dann erst das Rückspiel im Europacup am 21. Dezember (19 Uhr) sein.
Matchtelegramm
SEAT Volley Näfels – Volley Amriswil: 0:3 (23:25, 26:28, 21:25), SGU Linth Arena, Näfels; 300 Zuschauer, Schiedsrichter Tschumi / Müller; Startformation Volley Amriswil: Bär, Turanjanin, Walzer, Miroslav
Tomasik, Brühwiler, Paulino, Kroiss
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