Hautpflege – Kalter Wind und Schnee vor der Türe und warme, trockene Heizungsluft in der Stube – der Winter macht unserer Haut arg zu schaffen. Valeo hilft Ihnen, Ihre Haut entspannt durch die kalte Jahreszeit zu bringen. - Stefan Angele
Die Haut ist unser grösstes Organ und auch unsere Schutzhülle nach aussen. Tagtäglich ist sie den Umwelteinflüssen von Wind und Wetter, Sonnenstrahlen sowie Abgasen und Schmutzpartikeln ausgesetzt. Besonders Gesicht und Hände werden dadurch strapaziert. Doch auch die übrige, zumeist durch Kleidung geschützte Haut braucht Pflege.
Speziell im Winter ist es wichtig, beanspruchte Hautpartien einzucremen und sie so mit Pflege- und Nährstoffen zu versorgen, denn die kalten Temperaturen entziehen der Luft und unserer Haut Feuchtigkeit. Aber auch in beheizten Räumen ist die Luft trockener und dadurch hat der Hydrolipidmantel der Haut drinnen wie draussen Mühe, optimal zu funktionieren und so seine Schutzfunktion zu erfüllen.
Ausreichend Fett und Feuchtigkeit
Entscheidend für frische, strapazierfähige und damit gesunde Haut ist eine ausgewogene Balance des Fett- und Feuchtigkeitsgehalts. Wenn die Haut spannt, es zu Juckreiz kommt oder sie gar schuppt, benötigt sie reichhaltigere Pflegeprodukte. Gabriella Bühler, eidgenössisch diplomierte Kosmetikerin aus Frauenfeld, unterscheidet zwischen feuchtigkeitsarmer und trockener Haut: Während bei milderen bis warmen Temperaturen feuchtigkeitsspendende Produkte oftmals ausreichen, braucht die Haut bei kaltem Wetter eine zusätzliche Portion Fett. Diese wirkt isolierend und stellt dadurch einen idealen Kälteschutz dar, eine Art «Wintermantel für die Haut». Ist dieser nicht vorhanden, nützt die ganze Feuchtigkeitspflege nichts, da sie bei trockener Luft schnell wieder verdunstet. Zur Unterstützung der Hautfunktionen in den kalten Monaten sind somit reichhaltigere Wasser-in-Öl-Emulsionen vonnöten, die das Austrocknen der Haut verhindern. Diese enthalten einen sehr hohen Fettanteil und zusätzliche Wirkstoffe wie etwa Hyaluronsäure, damit die Haut entspannt und elastisch bleibt.
Pflege bei Tag und bei Nacht
Gabriella Bühler empfiehlt ein Pflege-Splitting, welches die Haut optimal mit ausreichend Feuchtigkeit und schützendem Fettmantel pflegt. Für den Tag sollten fettreiche Cremes verwendet werden. Zur abendlichen Pflege sollten stattdessen feuchtigkeitsspendende Produkte verwendet werden, damit sich die Haut über Nacht regenerieren kann und zur Ruhe kommt. Ein zentraler Punkt ist dabei, eine gewisse Disziplin bei der Anwendung walten zu lassen: «Regelmässigkeit ist sehr, sehr wichtig», so die Kosmetikerin. Dennoch sollte darauf geachtet werden, auch im Winter die Verwendung von Pflegecremes nicht zu übertreiben, denn bei der Hautpflege ist neben dem Schönheits- vor allem auch der Gesundheitsaspekt zentral. Für Gabriella Bühler schadet ein «Überpflegen» eher als dass es etwas nützt, «ein Bewusstsein für normales Hautempfinden sollte gefunden werden.» Gerade im Winter, wenn die Haut durch kalte wie warme, sehr trockene Luftverhältnisse besonders strapaziert wird, ist ein bewusster Umgang mit ihr entscheidend. Schliesslich steckt man in seiner Haut ja auch ein Leben lang.
Lippen
Auch die Lippen haben selbst keine eigenen Talgdrüsen, weshalb sie in der kalten Jahreszeit mit am meisten strapaziert werden. Sind sie trocken, spröde oder rissig sollten keine Pflegestifte mit Glycerin beziehungsweise auf Mineralölbasis verwendet werden, «deren anorganische Inhaltsstoffe können von der Haut nicht aufgenommen werden», sagt Kosmetikerin Bühler. Stattdessen Lippenpomaden auf Pflanzenöl-Basis verwenden, diese bei Bedarf mehrmals täglich auftragen. Des Weiteren ist es hilf- reich, ständiges Lippen-Befeuchten und Trinken im Freien zu vermeiden, da Flüssigkeiten verdunsten und so ein Austrocknen der Lippen befördern. Zudem sollte bei der Lippenpflege ebenfalls da-rauf geachtet werden, Stifte mit Lichtschutzfaktor zu verwenden.
Körper und Gesicht
«Übertriebener Wasch-Kult ist besonders im Winter nicht gerade gut für die Haut», ist sich Gabriella Bühler sicher. Übermässiges Duschen beeinträchtigt den natürlichen Säureschutzmantel. Statt austrocknenden Duschgels lieber reichhaltige Duschöle oder milde Waschlotionen verwenden. Tägliches Duschen besser auf den Abend legen, da Körper- lotionen über Nacht optimal einwirken können. Ebenso sollte nicht allzu oft gebadet werden, da ein ausgiebiges Bad die Haut auslaugt. Danach in jedem Fall gut eincremen. Speziell für das Gesicht sollte auf milde Cremes mit UV-Filter zurückgegriffen werden, denn auch im Winter scheint die Sonne – und das nicht nur auf der Skipiste.
Hände
Bei trockenen, rauen Händen empfiehlt es sich, regelmässig reichhaltige Handcremes mit pflanzlichen Fetten oder Urea zu verwenden. Da in den Handinnenflächen keine Talgdrüsen vorhanden sind, trocknen diese leicht aus. Nach dem Händewaschen sollten die Hände ausserdem sehr gut abgetrocknet werden, «so kann ein zusätzliches Austrocknen der Hände durch Verdunstung vermieden werden», weiss Gabriella Bühler. Handschuhe schützen tagsüber vor der Kälte, abendliche Handpackungen (gut eincremen und Baumwollhandschuhe anziehen oder Hände in Zellophanpapier einpacken – so kann die Creme besser einziehen) oder auch Peelings können helfen.
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