Thurgau – Im Jahr 2009 bezahlte der Kanton Thurgau schweizweit am meisten Energiefördergelder pro Einwohner aus. Das geht aus dem Jahresbericht des Bundesamtes für Energie hervor. - ID
Im vergangenen Jahr entrichtete der Kanton Thurgau knapp 53 Franken Fördergelder im Bereich Energie pro Einwohner. Damit steht er schweizweit vor den Kantonen Basel-Stadt und Schaffhausen an erster Stelle. Bei den insgesamt ausbezahlten Förderbeitragen im Jahr 2009 liegt der Thurgau auf Platz drei in der Rangliste aller Kantone. Er entrichtete 12,7 Millionen Franken für die Zwecke der Energieförderung. Vor dem Thurgau liegen nur die beiden Kantone Bern und Genf. Alle Kantone zusammen leisteten insgesamt 115 Millionen Franken Energiefördergelder.
Aufgrund der Erfahrungen kann davon ausgegangen werden, dass das Förderprogramm 2009 Investitionen von rund 110 Millionen Franken ausgelöst hat und jährlich rund sechs Millionen Liter fossile Brennstoffe ersetzt oder einspart hat oder noch einsparen wird. Damit wird nebst der Stützung der Konjunktur ein bedeutender Beitrag zur Erreichung der Ziele des Konzepts zur verstärkten Förderung erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz geleistet. Das Ziel ist die Minderung der Abhängigkeit von importierten fossilen Energien, die Sicherung der Energieversorgung und die Reduktion des klimawirksamen CO2-Ausstosses. Das Programm stärkt mit der Substitution von importierten Energien zudem die lokale Wertschöpfung.
Die Zahlen des Bundesamtes für Energie belegen die führende Stellung des Kantons Thurgau bei der Energieförderung, die auch eines der Schwerpunktziele des Regierungsrates für die laufende Legislaturperiode 2008 – 2012 darstellt. Darin hält der Regierungsrat unter anderem fest, dass der Kanton die Diversifizierung der Energieversorgung durch den vermehrten Einsatz einheimischer und erneuerbarer Ressourcen stärken und die Energieeffizienz erhöhen will.
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