Volleyball – Volley Amriswil startet mit einer 1:3 (25:20, 17:25, 24:26, 16:25) Heimniederlage gegen Näfels in die Schlussphase der Meisterschaftsqualifikation. - Dominik Joos
Das haben sich die Thurgauer anders vorgestellt. Nach der Steigerung im Dezember musste Volley Amriswil einen harten Dämpfer gegen Näfels einstecken. Konnte das Heimteam im ersten Satz mit guten Services, einem stabilen Block und einer guten Abwehrleistung mit 1:0 in Führung gehen (25:20), fiel das Team von Carlos Schwanke in den Folgesätzen auseinander. Der Start in den zweiten Satz missriet mit 2:8 und 9:16. Viele Servicefehler und ungenügende Angriffsbälle liessen Näfels ins Spiel kommen. Näfels trat stärker auf als im ersten Meisterschaftsspiel der beiden Ostschweizer Teams.
Satzball im dritten Satz vergeben Für Näfels ging es in diesem Spiel um Sein oder Nichtsein. Dies war klar zu spüren. Die Glarner kämpften um jeden Ball und nutzten den Leistungsabfall von Amriswil aus. Die Partie und letztlich auch die Ausgangslage in der Meisterschaft schienen sich im dritten Satz zu entscheiden. Es lag in der Luft. Beide Teams lieferten sich ein Kopf-an-Kopf Rennen. Amriswil hatte beim Stand von 24:23 den ersten Satzball. Ein mehr als unglücklicher Servicefehler brachte die Glarner wieder heran, danach haderte Amriswil im Abschluss und gab damit den Steilpass für Näfels (24:25), das seinerseits den ersten Satzball zum 24:26 dankend nutzte und mit 1:2 vorlegen konnten. Damit hatten sie schon mal einen Punkt auf sicher, entsprechend gross waren die Erleichterung und Freude bei Näfels.
Keine Gegenwehr von Amriswil Die schlechte Vorstellung der Amriswiler Teamstützen in der Schlussphase des verlorenen dritten Satzes veranlasste den Coach die Startaufstellung des vierten Satzes radikal umzustellen. Es nützte aber nichts mehr. Die Luft war draussen, die Angriffe von Amriswil waren zu harmlos. Das Team schien sein Konzept vollends verloren zu haben. Rasch hiess es 3:8, ein kleines Aufbäumen brachte das 14:16, danach hiess es wieder 14:18 und 15:20, am Schluss 16:25. Amriswil war vor allem mit sich selber beschäftigt und Näfels spielte ein sauberes Spiel, das ohne Druck der Gastgeber aufgezogen werden konnte. Phasenweise wirkte das Heimteam völlig ab der Rolle.
Meisterschaftsqualifikation völlig offen «Schade, konnten wir unsere guten Leistungen vom Dezember nicht mit ins neue Jahr nehmen», kommentierte Head-Coach Schwanke am Ende enttäuscht. Amriswil hat mit dieser Vorstellung Näfels in den Kampf um die ersten fünf Plätze in der Meisterschaft wieder zurück ins Spiel gebracht. Amriswil liegt mit 29 Punkten auf Platz vier, Näfels mit einem Punkt weniger auf Platz fünf, punktgleich mit Lausanne, das den undankbaren sechsten Platz vorerst übernommen hat. Lugano liegt nach dem Sieg gegen Lausanne nun drei Punkte vor Amriswil. Lugano hat in den restlichen drei Runden noch das schwierigste Programm, muss es doch noch gegen Schönenwerd und Genf antreten. Näfels und Lausanne müssen ähnlich wie Amriswil gegen zwei unterklassierte Teams (Züri Unterland am 14. Januar und Münchenbuchsee am 28. Januar auswärts) antreten und haben jeweils noch eine Partie gegen direkte Tabellennachbarn. Für Amriswil enstscheidend wird sein, ob gegen Genf, das die Führung übernommen hat (nach einem klaren 3:0 Sieg in Schönenwerd), Punkte erspielt werden können (Heimspiel gegen Genf am 21. Januar). Die Qualifikationsphase wird aber voraussichtlich erst im letzten Durchgang am 28. Januar entschieden, unter anderem in der Partie zwischen Näfels und Lausanne (in Näfels).
Schlussphase im Kampf um die ersten fünf Plätze (14./21./28. Januar 2012)
Volley Amriswil Näfels Lugano Lausanne
Züri Unterland (a) Laufenburg (h) Genf (a) Lutry-Lavaux (a)
Genf (h) Züri Unterland (a) Laufenburg (h) Münchenbuchsee (h)
Münchenbuchsee (a) Lausanne (h) Schönenwerd (a) Näfels (a)
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