Förderprogramm Energie: Mit Kontinuität zum Erfolg
Thurgau – Das kantonale Förderprogramm Energie startet mit einer Erfolgsmeldung ins neue Jahr: 2700 Fördergesuche konnte der Kanton 2011 bewilligen – so viele wie noch nie. Die zugesicherten Förderbeiträge liegen bei rund 28,5 Millionen Franken und lösen gemäss Hochrechnungen rund 175 Millionen Franken Investitionen aus. - ID
Die Nachfrage nach Förderbeiträgen für Solarstromanlagen ist im vergangenen Jahr so gross gewesen wie noch nie. (Bild: Broschüre «Solaranlagen richtig gut», Kanton Thurgau)
Stark zugelegt hat im vergangenen Jahr der Förderbereich Solarstromanlagen mit 350 bewilligten Gesuchen, und dies trotz einer Senkung der Beiträge von 2’500 auf 1’500 Franken pro kWp (Kilowatt Peak, maximale Leistung der Solarmodule). Solarstromanlagen sind dank deutlichen Preisreduktionen auf den internationalen Märkten heute so kostengünstig wie noch nie. Diese Entwicklung sowie die langfristige Sicherstellung der Stromversorgung ohne Kernenergie sind in die Förderstrategie des Kantons eingeflossen. Daneben sind nach wie vor die Sicherstellung einer volkswirtschaftlich optimalen Energieversorgung sowie die Reduktion des CO2-Ausstosses und der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen vorrangige Bestrebungen der Energiepolitik.
Förderung des neuen Standards Minergie-A und von Ersatzneubauten Am besten zur Erreichung der energiepolitischen Ziele beitragen kann jede Kilowattstunde Energie, die wir nicht brauchen. Deshalb unterstützt der Kanton auch im Förderprogramm 2012 Massnahmen rund ums «Energiesparen im Gebäudebereich». Schwerpunkte bilden Sanierungen von Gebäudehüllen sowie die energieeffizienten Baustandards Minergie und Minergie-P, ferner der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK). Ausserdem fördert der Kanton den neuen Minergie-A-Standard. Ein Minergie-A-Gebäude verfügt über einen tiefen Energieverbrauch für Heizung und Warmwassererwärmung, der überdies gänzlich durch erneuerbare Energien gedeckt wird (Nullheizenergiehaus). Die Beiträge an Neubauten nach dem Basisstandard Minergie konnten infolge der verbesserten Wirtschaftlichkeit reduziert werden. Dafür gibt es Zusatzbeiträge für Ersatzneubauten, die in Minergie-P oder Minergie-A erstellt werden.
Auch bei der Förderung erneuerbarer Energien setzt der Kanton auf Kontinuität, ohne technische Entwicklungen ausser Acht zu lassen. So sind grosse Holzfeuerungen nur noch bei tiefen Feinstaubemissionen (< 20 mg/m3) beitragsberechtigt. Für die Beiträge an Solarstromanlagen hat der Kanton das Kostendach auf 5 Millionen Franken festgelegt.
Investitionen im Kanton
Mit den zugesprochenen Förderbeiträgen von rund 28,5 Millionen Franken (Kanton und Bund) im vergangenen Jahr können umgerechnet 7 Millionen Liter Erdöl pro Jahr eingespart oder ersetzt sowie rund 175 Millionen Franken zusätzliche Investitionen ausgelöst werden. Die Verbesserung der Wärmedämmung oder der Fensterersatz bei einem bestehenden Gebäude wie auch die Installation einer Solaranlage oder einer Holzfeuerung generieren Aufträge für das lokale Gewerbe. Somit lassen sich Energieausgaben – insbesondere für fossile Energien – zu Gunsten beschäftigungswirksamer Investitionen senken, was zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum im Kanton führt.
Für 2012 ist die Zusicherung an Fördergeldern in derselben Grössenordnung geplant. Hinzu kommen in verschiedenen Gemeinden punktuell eigene Förderprogramme. Die Stadt Frauenfeld beispielsweise leistet bei den bewilligten Fördergesuchen für Gebäudehüllensanierungen sowie für thermische Sonnenkollektor- und Solarstromanlagen eine zusätzliche Unterstützung. Detaillierte Informationen zum Förderprogramm sind erhältlich unter www.energie.tg.ch oder unter 052 724 24 26.
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