Thurgau – Das Sturmtief «Joachim» verursachte nur geringe Schäden im Thurgauer Wald. Dies ergab eine Umfrage des Forstamtes bei den Revierförstern. Bedenklich findet allerdings Kantonsforstingenieur Daniel Böhi, dass sich trotz deutlicher Warnungen der Wetterdienste immer noch Privatpersonen während der starken Winde im Wald aufhielten. - Forstamt Thurgau
Am letzten Freitag fegte das Sturmtief «Joachim» über Teile von West- und Mitteleuropa und damit auch über den nördlichen Teil der Schweiz. Der Sturm wurde gemäss Meteo Schweiz in die zweithöchste Warnstufe (Stufe 4) eingeteilt. Diese Prognose erfüllte sich zum Glück für den Thurgau nicht.
Ein aufgrund einer Umfrage bei den Revierförstern erstellter Überblick des Forstamtes zeigt, dass die Schäden im Thurgauer Wald insgesamt gering sind. Pro Revier dürften zwischen 100 und 200 Quadratmeter Sturmholz angefallen sein. Einzelne grössere Reviere weisen etwas höhere Mengen auf. Dabei handelt es sich primär um Streuschäden, die im Rahmen der ordentlichen Holzarbeiten aufgeräumt werden können. Es fällt auf, dass im Gebiet Seerücken bzw. Wellenberg-Immenberg an exponierten Lagen verstärkte Schäden aufgetreten sind. Zudem ist eine Häufung der Schäden in frisch durchforsteten Beständen festzustellen. Insgesamt sind aus Sicht des Forstamtes sind aber speziellen Massnahmen nötig.
Anlass zur Sorge geben allerdings Meldungen, wonach sich während des Sturms noch Privatpersonen im Wald aufhielten. Das Forstamt weist mit Nachdruck darauf hin, dass bei starkem Wind der Wald zu verlassen bzw. nicht zu betreten ist. Herunterfallende Äste und umstürzende Bäume stellen bei solchen Verhältnissen eine grosse Gefahrenquelle dar.
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