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Mi. 7. Juli 2010 - 08:52 Uhr
Hochlandrinder unter Hochbäumen

Ermatingen – Auf dem Gutsbetrieb Ulmberg war am vergangenen Wochenende ganz schön viel los: Biobauer Stefan Sommer führte beim Tag der offenen Türen zahlreiche Interessierte über die Wiesen. - Stefan Böker

Ein wunderschöner Blick auf den Untersee für die Rinder. (Bild: sb)
 
Ein wunderschöner Blick auf den Untersee für die Rinder. (Bild: sb)

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Die älteste Mutterkuh auf dem von Manuela Schmid und Stefan Sommer geführten Bio-Hof ist 16 Jahre alt. Delima hat nur noch ein Horn, seit sie sich in einem Kampf verletzte. Sie wurde noch in Schottland geboren und in die Schweiz importiert. Unter der Rotbuche inmitten der Herde ruht sie gelassen.

«Landwirtschaft muss auch Spass machen» beschreibt Stefan Sommer einen Teil seiner Philosophie. Der 34-Jährige ist Bio-Bauer mit Passion und gewährte Einblick in seinen Betrieb, der mit 1800 Hochstamm-Obstbäumen schweizweit die meisten besitzt. Die Teilnehmenden folgten der Führung interessiert und stellten Fragen zu Pflege, Schnitt und Düngung der Obstbäume und der Haltung von schottischen Hochlandrindern.

Insgesamt grasen 36 Mutterkühe unter den Obstbäumen, auf rund 15 Hektar Weidefläche. Die Jungen dürfen bei der Mutter sein, bis sie zehn Monate alt sind, dann kommen sie in die Jungtierherde. Wenn sie zwischen 24 und 30 Monate alt sind, wird es ernst:  Die einen können für die Zucht verwendet werden, die anderen müssen zur Schlachtbank. Insgesamt 83 schottische Hochlandrinder leben auf dem Ulmberg.

Die Weiden sind wertvolle Ökoausgleichsflächen mit Blumenwiesen und Hecken, berichtet der Bio-Bauer. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Arten. Im Durchschnitt gibt es 50 Prozent mehr Individuen, wie Insekten und Würmer, und 30 Prozent mehr Arten wie Blumen und Kräuter in biologisch bewirtschafteten Flächen.

Chemische Pflanzenschutzmittel oder Dünger werden auf dem Bio-Hof nicht benutzt. Einen toten Baum, Ast- und Steinhaufen lässt Stefan Sommer schon mal als Strukturelemente stehen. Der Bio-Betrieb erhält Subventionen von Organisationen, Gemeinde und Kanton. Auch darüber berichtete Stefan Sommer ausführlich.

Die Hochlandrinder halten Manuela Schmid und Stefan Sommer rein zur Fleischerzeugung. Die Produkte werden direkt verkauft. Jeden Donnerstag findet man den Stand vom Ulmberg beispielsweise in Kreuzlingen am Dreispitz.    

Zusammen führen Manuela Schmid und Stefan Sommer den Bio-Hof. (Bild: zvg)
 
Zusammen führen Manuela Schmid und Stefan Sommer den Bio-Hof. (Bild: zvg)

Auch die Kleinsten hatten ihren Spass. (Bild: sb)
 
Auch die Kleinsten hatten ihren Spass. (Bild: sb)




 
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