Volleyball – Amriswil empfängt gleich zweimal Genf: Am Samstag in der Meisterschaft (21. Januar, 17 Uhr) und am Sonntag im Cup-Halbfinal (22. Januar, 16 Uhr). Chênois Genf hat sich in dieser Saison hohe Ziele gesetzt. Amriswil will dabei ein Wörtchen mitreden. - Adrian Ruthishauser
In der NLA könnte die Ausgangslage in der Meisterschaft zwei Runden vor Abschluss der Qualifikation für die Playoffs nicht spannender sein. Dabei geht es nicht um Punkte, sondern um das Satzverhältnis oder gar das Ballverhältnis. Nur gerade ein Satz trennt die punktgleichen Lugano (39:21) und Amriswil (38:21) vom Platz 3 und 4. Noch dramatischer ist die Situation zwischen Lausanne und Näfels: Hier entscheidet der Ball-Koeffizient von 1,09 und 1,08 zwischen Platz 5 (Lausanne) und 6 (Näfels). Die grosse Rechnerei hat begonnen. Im Moment kann davon ausgegangen werden, dass die Qualifikation im Spiel zwischen Näfels und Lausanne am 28. Januar in Näfels entschieden wird. In der Schlussrunde tritt Lugano noch gegen Schönenwerd an und Amriswil reist zum Schlusslicht Münchenbuchsee.
Revanche – Amriswil will punkten «Wir konzentrieren uns nun nach dem Europa-Cup wieder voll auf die Meisterschaft und den Cup», erklärt Head-Coach Carlos Schwanke. «Wenn wir unsere guten Leistungen abrufen können und an uns glauben», dann schlagen wir jedes Team in dieser Saison. Im Hinspiel gewann Amriswil überzeugend den ersten Satz in Genf, konnte dann aber keine weiteren Sätze heimfahren. «Wir wollen gegen Genf punkten und das Kapitel Playoff-Qualifikation frühzeitig zu unseren Gunsten entscheiden und mit einem Punktepolster in die Playoffs», macht Teammanager René Zweifel klar.
Cupfinal in Reichweite
Das Losglück ist zwar in dieser Saison nicht gerade auf der Seite von Amriswil, aber das kann man bekanntlich auch nicht selber bestimmen. Bereits im Achtelfinal musste Amriswil gegen ein Topteam der NLA antreten und gewann gegen Lugano. Ein weiteres Auswärtsspiel fand in Münchenbuchsee vor 50 Zuschauern statt. Jetzt kommt es in der ersten Heimpartie für Amriswil zum Duell mit dem aktuellen Tabellenleader Chênois Genf.
In den letzten drei Jahren schaffte es Amriswil zweimal in den Cupfinal und einmal gewannen die Thurgauer den Titel, nachdem sie im letzten Jahr in einem extrem knappen Kampf gegen Lausanne noch das Nachsehen hatten (2:3, 16:18 im fünften Satz). «Für das Team ist das Cupfinal-Erlebnis immer ein Höhepunkt und etwas ganz besonderes. Wir werden alles geben am Sonntag gegen Genf, um am 10. März in Bern spielen zu können», beschreibt Captain Marco Bär die besondere Motivation des Teams. Es ist damit zu rechnen, dass Näfels die zweite Halbfinalpartie gegen Laufenburg gewinnen wird. Amriswil – Näfels im Cupfinal. Eine reine Ostschweizer Angelegenheit, warum nicht?
Programm von Volley Amriswil II Das Nachwuchsteam von Volley Amriswil ist mit einer Niederlage in die Playoffs gestartet (1:3 gegen Einsiedeln). Am 21.1. tritt das NLB-Team auswärts bei Volero Zürich an, am 28.1. in Lausanne. Das nächste Heimspiel findet am 11.2. gegen Ecublens statt.
Kompletter Spielplan und Tabelle auf www.swissvolley.ch oder www.volleyamriswil.ch
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