Region – Die Gewerkschaft Unia hat am 29. August anlässlich einer Medienkonferenz die Kampagne «Ohne uns, keine Schweiz. Stopp Fremdenfeindlichkeit» lanciert. Ziel der Kampagne ist es, der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz entgegenzutreten und die grosse Bedeutung der ausländischen Mitmenschen für die Schweiz aufzuzeigen. - Gewerkschaft Unia
Rechtspopulistische Kreise bewirtschaften die Ausländerfrage seit Jahren mit erschreckender Penetranz und vergiften das gesellschaftliche Klima in der Schweiz in gefährlicher Art und Weise. Sie wollen mit ihren Kampagnen und Initiativen keine Probleme lösen, sondern gegen Einwanderer polemisieren, um bei Wahlen besser abzuschneiden.
Aktion «Flagge zeigen»
«Viele Menschen in der Schweiz haben die fremdenfeindlichen Hetzkampagnen gegen AusländerInnen satt», sagte Rita Schiavi, Mitglied der Geschäftsleitung der Gewerkschaft Unia, an der Medienkonferenz. Diese Menschen ruft die Unia auf, «Flagge» zu zeigen und die Fahne «Ohne uns! Stopp Fremdenfeindlichkeit» vor dem Fenster oder am Arbeitsplatz aufzuhängen. «Damit zeigen wir den rechten Brandstiftern, dass es auch eine tolerante und offene Schweiz gibt», so Schiavi. «Die Hetzkampagnen von Rechts sind unschweizerisch. Die Schweiz lebt seit jeher von der Vielfalt und hat von der Migration immer profitiert. Ausgerechnet diejenige Partei, die sich die schweizerischste aller Schweizer Parteien schimpft, führt sich mit ihren Hetzkampagnen ganz und gar unschweizerisch auf.»
Kampagne zeigt die Bedeutung der MigrantInnen
Um der fremdenfeindlichen Stimmung entgegenzutreten, lanciert die Gewerkschaft Unia die Kampagne «Ohne uns – keine Schweiz. Stopp Fremdenfeindlichkeit» (www.ohne-uns-keine.ch). Mit der Kampagne will die Unia die grosse Bedeutung aufzeigen, welche MigrantInnen für die Schweiz haben, sei dies in der Arbeitswelt, in der Gesellschaft, in der Kultur oder im Sport. In einzelnen Branchen würde ohne ausländische Arbeitskräfte überhaupt nichts mehr gehen: Mehr als 69 Prozent aller Bauarbeiter haben zum Beispiel keinen Schweizer Pass. «Wer baut denn unsere Schweiz?», fragte Filipa Fazendeiro-Chinarro, Gewerkschaftssekretärin der Unia Genf. «Ohne ausländische Arbeitskräfte würde auf Schweizer Baustellen nichts mehr gehen. Doch statt dieser Leistung Respekt entgegenzubringen, polemisiert die Rechte hemmungslos gegen alle AusländerInnen.»
«Fremdenfeindlichkeit ist ein massiv negativer Standortfaktor für die Schweiz und schadet der Wirtschaft», hielt Guglielmo Bozzolini, Geschäftsführer der Bildungsstiftung ECAP und Mitglied des Unia-Zentralvorstandes fest. «Wir erwarten daher, dass sich auch Arbeitgeber entschieden gegen fremdenfeindliche Tendenzen wehren. In ihrem Interesse, im Interesse der Arbeitnehmer ohne Schweizer Pass und im Interesse der Schweiz», so Bozzolini.
Die Gewerkschaft Unia organisiert mehr als 100.000 Arbeitnehmende ohne Schweizer Pass und ist damit nicht nur die grösste Gewerkschaft, sondern auch die grösste MigrantInnenorganisation der Schweiz. Ihre Mitglieder sind somit von diffamierenden Kampagnen der Rechtspopulisten stark betroffen.
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