Volleyball – Volley Amriswil gibt den vierten Satz noch aus der Hand und muss ohne Punkte aus der Partie gegen Schönenwerd nach Hause (1:3; 21:25, 25:21, 17:25, 26:28). Für eine respektable Leistung bedeutete dies ein schlechter Lohn. - Dominik Joos
Schönenwerd dominierte das Spiel nach einer schwachen Phase der Amriswiler. (Bild: zvg)
Volley Amriswil führte 22:19 und hatte beim 24:22 den ersten Satzball im vierten Satz zum 2:2. Dann patzten die Thurgauer am Service und setzten den Angriff ins Out. Danach wackelte auch die Annahme. Amriswil wirkte in dieser Phase zu wenig abgeklärt. Schönenwerd konnte den Satz noch zum 28:26 drehen und zum 3:1 punkten. Damit gingen die Thurgauer unverdient und nach einem intensiven Schlagabtausch ohne wichtigen Punkt aus der Partie.
Gavrilovic verletzt Die Thurgauer mussten ohne Radovan Gavrilovic (Diagonal) antreten. Somit spielte Roman Brühwiler die ganze Partie, in der Mitte spielten vorerst Walzer und Ivkovic, später kam dann Turanjanin für Ivkovic. Im dritten Durchgang löste zwischendurch Schläpfer Miro Tomasik ab.
Gekontert im zweiten Satz Im ersten Satz startete Volley Amriswil wach und stark, lag voraus, musste aber Punkte nach einer guten Serviceserie abgeben und rannte dann immer drei Punkten bis zum 21:25 nach, am Block agierten die Amriswiler teilweise unglücklich. Die Antwort von Volley Amriswil blieb im zweiten Satz nicht aus. Amriswil war am Service stark, stand am Block gut und überzeugte mit einer stabilen Annahme gegen die Services von Schnider und Sanderson. Mit gutem Side-out Spiel konterte Amriswil mit 25:21 zum 1:1.
Nach der grossen Pause verpasste Amriswil den Einsatz. Eine beeindruckende Servicephase von Sanderson forderte die Psyche der Thurgauer. Das rasche 1:4 provozierte das erste Time-out von Carlos Schwanke. Amriswil rappelte sich auf und kam zum 6:7 heran, danach riss der Faden. Zu viele Fehler am Service und ungenaue Angriffe gaben dem Gegner zu viele Möglichkeiten Punkte zu sammeln. Die Thurgauer gaben den Satz verloren und mussten das 1:2 zugestehen. In diesem Satz brachte der Head-Coach Adrian Schläpfer für Miro Tomasik und gab Goran Ivkovic eine Verschnaufpause mit Petar Turanjanin.
Wichtige Punkte vergeben
Der vierte Durchgang war sehr ausgeglichen. Amriswil demonstrierte endlich am Service, welches Potential das Kader hat. 12:9, 19:16 und dann aber auch 22:18 sowie der erste Satzball bei 24:22 zeigten, dass Amriswil Druck machen konnte. Leider nicht bis ganz zum Schluss des vierten Satzes: Ein zu riskanter Service führte zum Fehler, ein Angriff ins Out sowie eine völlig missglückte Annahme brachten den Hexenkessel in Dänikon zum Dampfen. Amriswil machte einen weiteren Servicefehler und die Aargauer lagen 26:27 vor, danach verwerteten sie den zweiten Matchball zum 26:28. Amriswil hatte sich selber geschlagen.
«Schade, konnten wir nicht an den Sieg gegen Lugano gleich nahtlos anschliessen. Es schmerzt natürlich, dass wir nicht mal mit einem Punkt für unsere Leistung hier belohnt worden sind», meinte Teammanager René Zweifel enttäuscht am Ende des Spiels. Ärgerlich in der Tat, dass sich die Thurgauer den vierten Satz und
damit sicher einen, wenn nicht gar zwei wichtige Punkte noch abluchsen liessen. Das Team agierte etwas unbeholfen und zu unbedarft, wobei sich Schönenwerd nicht zweimal bitten liess. Damit reist Volley Amriswil wieder als Sechster ans Nachtragsspiel nach Näfels am nächsten Mittwoch (30. November, 20 Uhr, Linth Arena
SGU, Näfels). Näfels liegt mit zwei Punkten Vorsprung (21 Punkte) punktgleich mit Lugano auf Platz vier. Der Sesseltanz um Platz Fünf geht weiter.
Matchtelegramm
TV Schönenwerd – Volley Amriswil: 3:1 (25:21, 21:25, 25:17, 28:26), Erlimatt, Dänikon; 400 Zuschauer, Schiedsrichter Wiederkehr / Tschumi; Startformation Volley Amriswil: Bär, Walzer, Ivkovic, Miroslav Tomasik, Brühwiler, Paulino, Kroiss
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