SBB plant Antennenanlage für digitale Kommunikation
Eschenz – Die digitale Kommunikationsplattform „Global System of Mobile Communication-Rail“, kurz GSM-R, ist ein Eckpfeiler in der Innovationsstrategie der SBB. Die neue Technologie deckt in Zukunft alle mobilen Sprach- und Datendienste der Zugkommunikation ab. - Gemeinde Eschenz
Damit schafft GSM-R eine wichtige Voraussetzung, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern, das Angebot im öffentlichen Verkehr auszubauen, die betrieblichen Abläufe zu optimieren und den grenzüberschreitenden Verkehr zu vereinfachen. GSM-R bildet die Basis für einen zukunftsorientierten wirtschaftlichen Bahnbetrieb. Dank der neuen Technologie kann die Kommunikation vom und zum fahrenden Zug massiv verbessert werden.
Der Gemeinderat ist anfangs Oktober 2011 durch die verantwortlichen Projektleiter der SBB darüber informiert worden, dass im Zusammenhang mit der Einführung von GSM-R auf der Strecke Schaffhausen – Kreuzlingen im Bereich des Eschenzer Bahnhofes eine Sendeanlage erstellt werden soll. Es handelt sich dabei um einen rund 19 Meter hohen Rundmasten. Das bis Ende 2011 rund 900 Antennen umfassende GSM-R-Funknetz der SBB belastet die Umwelt mit NIS gemäss eigenen Angaben so wenig wie möglich. Die GSM-R-Antennen senden mit der minimal notwendigen Leistung und übertragen die Informationen gezielt auf die jeweiligen Bahntrasse oder beschränken sich auf Bahnareale. Zudem baut die SBB nur dort Antennen, wo diese betrieblich notwendig sind.
Die Eschenzer Gemeindebehörde hat sich in einer ersten Reaktion enttäuscht gezeigt über die Kurzfristigkeit dieser Ankündigung. Die öffentliche Planauflage für die Erstellung der Sendeanlage durch das zuständige Bundesamt für Verkehr soll nämlich bereits in den nächsten Tagen erfolgen. Der Gemeinderat hat zudem an seiner letzten Sitzung beschlossen, gegen das Projekt Einsprache zu erheben. Es geht ihm dabei hauptsächlich darum, dass im Zusammenhang mit der geplanten Antennenanlage alternative Standorte ernsthaft geprüft werden. Es ist nach Auffassung des Gemeinderates äusserst wichtig, dass ein solcher Standort nicht mitten im Dorf liegt, sondern wenn schon, dann eher am Siedlungsrand, wo er weit weniger in Erscheinung treten würde. Mögliche Alternativen sind mit den verant-wortlichen der SBB bereits diskutiert worden und in ersten Reaktionen sind auch ermutigende Reaktionen zu verzeichnen gewesen.
Der Gemeinderat ruft die Bevölkerung auf, während des Planauflageverfahrens die Möglich-keiten zur Einsichtnahme wahrzunehmen und sich allenfalls mit separaten Einsprachen ebenfalls für eine Verlegung des geplanten Antennenstandorts in Eschenz einzusetzen.
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