Leserbrief – Sollten alle gegnerischen Befürchtungen bei der Annahme der freien Schulwahl eintreffen, müsste ein 175 jähriges System zusammenbrechen.... - Katja Büsser-Bruggmann
Ein System bricht nur zusammen, wenn es auf wackligen Beinen steht. Da die Volksschule jedoch ein stabiles Fundament hat, braucht sie keine Angst vor Wettbewerb zu haben. Auch mit der freien Schulwahl werden die allermeisten Kinder ins nächstgelegene Schulhaus gehen und keine Mutter wird ihr Kind von Frauenfeld nach Zürich in die 2. Klasse schicken. Kommt hinzu, dass eine Privatschule in Zürich mehr als 15'000.- pro Jahr benötigt und ein zusätzliches Schulgeld von den Eltern verlangen müsste. Genau das erlaubt jedoch die Initiative nicht, somit wird kein einziger Franken vom Thurgau nach Zürich fliessen. Es geht lediglich darum, dass Eltern die Schule wechseln können, sollte es nötig sein. Gründe dafür können extreme Mobbingsituationen zwischen Kindern, eine totale Antipathie zwischen Lehrperson und Kind oder das Bedürfnis nach einem anderen pädagogischen Konzept sein. Sollte ein Wechsel nötig sein, darf er nicht vom Einkommen der Eltern abhängig sein. Darum „Ja zur freien Schulwahl“!
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