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Mi. 8. September 2010 - 16:47 Uhr
Stellungnahmen aus der Bevölkerung sind wichtig

Thurgau – Bis 29. Oktober läuft das Anhörungsverfahren für das Objektblatt Flughafen Zürich des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt (SIL). Das Objektblatt wird den Rahmen für den künftigen Betrieb und die Infrastruktur des Flughafens bis ins Jahr 2030 festlegen. - ID


 

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Von zentraler Bedeutung sind die darin enthaltenen drei Betriebsvarianten. Die Öffentlichkeit ist aufgerufen, sich zu den Absichten des Bundes zu äussern.
 
Das Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau wird die Unterlagen prüfen und seine Stellungnahme auf der Basis seiner bisherigen Grundsätze, insbesondere der Forderung nach einer ausgewogenen Lastenverteilung, abgeben. Da parallel die Verhandlungen zwischen der Schweiz und Deutschland für eine Beilegung des Fluglärmstreits laufen, ist auch darauf zu achten, welche Signale mit dem Objektblatt Richtung Deutschland gesendet werden. Das Departement für Bau und Umwelt hofft, dass möglichst viele Thurgauerinnen und Thurgauer die Unterlagen einsehen und dem Bundesamt für Zivilluftfahrt persönliche Stellungnahmen zukommen lassen. Damit könnte ein klares Zeichen gesetzt werden, dass die Thurgauer Bevölkerung die Entwicklungen am Flughafen Zürich aktiv verfolgt. Der Kanton Thurgau setzt sich für einen starken Flughafen Zürich ein, ebenso aber auch für eine ausgewogene Lärmverteilung in alle Himmelsrichtungen.
 
Auf den ersten Blick sind im Objektblatt keine Überraschungen enthalten. Aufgenommen wurden die im Rahmen des vorangegangenen Koordinationsprozesses vom Bund favorisierten drei Varianten. Zwei davon («E optimiert» und «E DVO») beruhen auf dem bisherigen Pisten- und weitgehend auf dem aktuellen Betriebssystem, während die Variante «J optimiert» eine Verlängerung der Piste 28 vorsieht. Der Kanton Thurgau hat sich schon im Vorfeld vehement gegen diese Variante (Jopt) ausgesprochen, da sie massiv mehr Flugverkehr über dem Thurgau bringen würde. Mit Blick auf die Verhandlungen zwischen der Schweiz und Deutschland wird der Thurgau alle Ergebnisse ablehnen, die vermehrte An- und Abflüge über dem Thurgau als Kompensation der heutigen Südanflüge beinhalten. Der Kanton Thurgau fordert zudem, dass bei den Verhandlungen Schweiz-Deutschland auch die angestrebten Wachstumsziele des Flughafens Friedrichhafen, welcher immer mehr Flugbewegungen über dem Thurgau abwickelt, einzubeziehen sind.
 
Das SIL-Objektblatt kann unter www.bazl.admin.ch/sil_zuerich eingesehen werden. Die im Rahmen des Koordinationsprozesses abgegebene Stellungnahme des Thurgaus zu den Betriebsvarianten ist unter www.dbu.tg.ch in der Rubrik «Aktuelles» zu finden.

 
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