Horn – Rund 65 Thurgauer Touristiker und Partner besuchten am 24. Juni das Hotel Bad Horn. Die 91. Jahresversammlung von Thurgau Tourismus (TGT) war informativ. Thomas Fehr, Gemeindeammann von Horn und Stephan Hinny, Hoteldirektor des Hotels Bad Horn, hiessen die Gäste herzlich willkommen. - Thurgau Tourismus
Drei Prozent weniger Hotel-Logiernächte zeigte das international schwierige Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr. Damit wurde ein Total von 390'890 Logiernächten erreicht, was dem Niveau von 2007 entspricht. Dr. Christoph Tobler, Präsident von TGT, hebt in seinem Bericht die im Geschäftsjahr 2009 umgesetzten Projekte wie folgt hervor:
Im Vordergrund stand das Qualitätsentwicklungsprojekt „Enjoy Switzerland“, das im März 2009 unter der Projektleitung von Michael Meier gestartet wurde. Unterstützt von Schweiz Tourismus werden in einem auf zwei Jahre angelegten Prozess in Zusammenarbeit mit rund 20 Partnern - darunter am internationalen Bodensee auch solche von der deutschen Seite des Untersees - Ansätze zur qualitativen Verbesserung des touristischen Angebotes entwickelt und umgesetzt.
Daneben wurden gemäss Tobler zwei weitere, vom Bund finanzierte Neue Regionalpolitik-Projekte geführt. Das kleinere, „Vernetzung von touristischen Angeboten im Thurgau“, wurde von Nicole Feyen bearbeitet und gegen Ende Jahr abgeschlossen. Die Ergebnisse sollen schrittweise im Rahmen der bestehenden und neu aufzubauenden Produktplattformen um-gesetzt werden. Das grössere, unter der Koordination von Monika Grünenfelder, ist ein Ge-meinschaftsprojekt der Kantone Thurgau, St. Gallen und Schaffhausen. Als erster Schritt zu einem „Touristischen Entwicklungskonzept Schweizer Bodenseeufer-Hochrhein“ wurde vom Büro BiCon AG in Zusammenarbeit mit der HTW Chur eine „Schwachstellen- und Chancen-analyse für die touristische Weiterentwicklung Bodensee-Hochrhein“ erarbeitet. Daraus sol-len nun – in einem zweiten Schritt – konkrete Projekte zur gezielten Ergänzung der touristi-schen Infrastruktur entwickelt werden. Zudem spricht er anstehende Projekte fürs 2010 an. Er stellt den Anwesenden die Frage: „Wieviel Tourismus, wieviel Tourismusförderung braucht der Thurgau?“. Eine vom Kanton in Auftrag gegebene Studie zur Tourismus-entwicklung im Thurgau habe es bestätigt: Der Tourismus im Thurgau hat noch ein erhebli-ches Entwicklungspotential.
Monika Grünenfelder, seit dreieinhalb Jahren Geschäftsführerin von TGT, geht auf das operative Tagesgeschäft von TGT ein und hebt dabei die Neugestaltung des Webauftrittes von TGT per Ende 2010 hervor sowie die seit 2009 regelmässig durchgeführten Internetkampagnen.
Den Schlusspunkt der diesjährigen Jahresversammlung setzt Dr. Roland Scherer von der Uni St.Gallen. Scherer geht aufs Positionierungsprojekt der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH ein. Er zeigt, wie der Bodensee gemäss seiner IST-Analyse bei den Gästen wahrgenommen wird und geht auf mögliche Zukunftsszenarien des Tourismus am Bodensee ein. Die Rolle von TGT wird dabei ebenfalls aufgezeigt.
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