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Di. 9. August 2011 - 18:00 Uhr
Thurgauer Kantonalbank steigert Bruttogewinn

Thurgau – Die Thurgauer Kantonalbank ist im laufenden Jahr gut unterwegs. Die Marktführerin im Thurgau realisierte im ersten Semester 2011 ein gesundes Bilanzwachstum. Der Bruttogewinn konnte gegenüber dem Vorjahr um 17,5 Prozent auf 65,9 Mio. Franken gesteigert werden. Der ausgewiesene Halbjahresgewinn beläuft sich auf 33,4 Mio. Franken, was einem Plus von 1,2 Prozent entspricht. - Elisabeth Brunner


 

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Die Thurgauer Kantonalbank hat das erste Halbjahr 2011 gut gemeistert. Die wirtschaftliche Dynamik und die belebte Nachfrage nach Wohneigentum haben dazu beigetragen. Im Zinsengeschäft, Hauptertragsquelle der Bank, resultierte trotz hartem Wettbewerb und unverändertem Druck auf die Margen ein erfreuliches Plus von 7,0 Prozent (+ 6,5 Mio.). Zum höheren Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 99,7 Mio. Franken beigetragen hat das gut abgestützte Wachstum des Ausleihungsvolumens. Zudem fielen für die Absicherung des Zinsänderungsrisikos weniger Kosten an als im Vorjahr.

Mehr Ertrag erwirtschaftet
Die weiterhin von Unsicherheit geprägte Entwicklung der Börsen und Finanzmärkte lässt die Anlegerinnen und Anleger zurückhaltend agieren. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, der mit 29,5 Mio. Franken am Betriebsertrag partizipiert, liegt daher 3,0 Prozent unter dem Vorjahr (- 0,9 Mio.). Positiv entwickelt hat sich der Erfolg aus dem Handelsgeschäft. Dieser beträgt zu Jahresmitte 8,1 Mio. Franken (+ 4,4 Mio. Franken oder + 117,0 Prozent). Der im ersten Semester 2011 erwirtschaftete Betriebsertrag beläuft sich auf 140,4 Mio. Franken, was einem Zuwachs von 7,9 Prozent (+ 10,3 Mio.) entspricht.

Stabile Kosten
Der Geschäftsaufwand konnte mit 74,5 Mio. Franken stabil gehalten werden (+ 0,6 Prozent oder + 0,5 Mio.). Sowohl der Sachaufwand als auch der Personalaufwand nahmen um lediglich 0,6 Prozent zu. Die Kosten/Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio) per Mitte Jahr beträgt 53 Prozent.

Betriebliches Ergebnis überzeugt
Der Bruttogewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 17,5 Prozent (+ 9,8 Mio.) auf 65,9 Mio. Franken. Dank tieferer Abschreibungen auf dem Anlagevermögen und dem weiterhin sehr moderaten Wertberichtigungsbedarf konnte das Zwischenergebnis – Kennzahl für die operative Leistung der TKB – um beachtliche 25,0 Prozent (+ 10,9 Mio.) erhöht werden. Es beläuft sich zu Jahresmitte auf 54,6 Mio. Franken. Nach der Zuweisung von 18,0 Mio. Franken (Vorjahr 13,5 Mio.) an die Reserven für allgemeine Bankrisiken weist die TKB einen Halbjahresgewinn von 33,4 Mio. Franken aus. Dieser liegt 1,2 Prozent (+ 0,4 Mio.) über dem Vorjahreswert.

Wachstum in der Bilanz
Auch in der Bilanz weist die TKB ein solides Wachstum aus. Die Ausleihungen konnten um 1,5 Prozent (+ 223,6 Mio.) auf 14,899 Mia. Franken ausgeweitet werden. Die Forderungen gegenüber Kunden wuchsen um 5,0 Prozent (+ 83,5 Mio.) auf 1,740 Mia. Franken. Bei den Hypothekarforderungen weist die Bank einen Anstieg von 1,1 Prozent (+ 140,1 Mio.) aus. Festhypotheken und Feste Vorschüsse mit hypothekarischer Deckung machen mit über 90 Prozent nach wie vor den Hauptharst des Gesamtvolumens aus. Der TKB sind im ersten Semester neue Kundengelder im Umfang von 244,2 Mio. Franken (+ 2,5 Prozent) zugeflossen. Dies ist Ausdruck des intakten Kundenvertrauens und beeinflusst die Refinanzierungssituation positiv. Das Total der Kundengelder beläuft sich per Mitte 2011 auf 9,934 Mia. Franken. Die Spargelder erhöhten sich um 115,2 Mio. (+ 1,8 Prozent) auf 6,500 Mia. Franken. Die Übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden kletterten um 3,9 Prozent (+ 129,1 Mio.) auf 3,434 Mia. Franken. Mangels attraktiver Anlagemöglichkeiten an den Börsen und Finanzmärkten halten derzeit viele Kunden Teile ihres Vermögens liquide oder investieren in kurzfristige Anlagen. Das Volumen der Kassenobligationen ist im ersten Semester 2011 aufgrund des tiefen Zinsniveaus um 3,8 Prozent (- 35,1 Mio.) auf 895,4 Mio. Franken gesunken.

Gut kapitalisiert
Mit Eigenmitteln von 1,574 Mia. Franken per Mitte 2011 verfügt die TKB über eine starke Substanz. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme) beträgt per Mitte 2011 9,7 Prozent. Der Eigenmitteldeckungsgrad beziffert sich auf 232 Prozent. Durch diese Ausgangslage ergibt sich für die TKB im Hinblick auf die neuen erhöhten Eigenmittelvorschriften für Banken (Basel III) kaum Handlungsbedarf. Sie kann die Vorschriften problemlos erfüllen.

Ausblick
Die TKB ist auf Budgetkurs und hat die Risikosituation im Griff. Vor dem Hintergrund des anhaltend tiefen Zinsniveaus und einer gut ausgelasteten Binnen- und Bauwirtschaft rechnet die TKB für das zweite Semester mit einem konstanten Geschäftsgang. Das angepeilte Bruttogewinnziel von 122 Mio. Franken ist aus heutiger Sicht in Reichweite. Schwer vorhersehbar bleibt allerdings die von der Schuldenkrise verschiedener Länder und weiteren Faktoren geprägte Entwicklung wichtiger Börsen und Währungen. Zudem bleibt der starke Franken für die exportorientierten Thurgauer Unternehmen eine höchst anspruchsvolle Herausforderung.

 
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