Nico Stahlberg vom RCK darf sich als Mitglied des Schweizer Doppelvierers bei seinem ersten WM-Einsatz überhaupt bereits zu den Top 6 der U23-Weltbesten zählen. In schweren Vor-, Hoffnungs- und Halbfinalrennen qualifizierte sich der Doppelvierer als einziges Schweizer Boot an den U23-Weltmeisterschaften in Brest (Weissrussland) für das A-Finale und erreichte dort den ausgezeichneten sechsten Rang. Dies ist für das Schweizer Boot eine sehr gute Leistung und für den Athleten ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem erfolgreichen Elite-Ruderer.
Vom Donnerstag, 22. bis Sonntag 25. Juli fand in Brest (Weissrussland) die U23 – Ruderweltmeisterschaft statt. Mit dabei war auch Nico Stahlberg vom Ruderclub Kreuzlingen. Er vertrag zusammen mit seinen Kollegen Michael Schmid (Seeclub Luzern), Jérémy Maillefer (Lausanne Sports) und Samuel Annen (Seeclub Zug) die Schweiz im Doppelvierer in einem Feld von 18 Booten aus 18 Nationen.
Infolge schwerer Gewitter konnten am Donnerstag der Vorlauf nicht gefahren werden. Am Freitag erwartete die Schweizer deshalb ein schweres Tagesprogramm. Der Vorlauf fand gegen sehr starke Konkurrenz statt. Darunter die Vorjahres-U23-Weltmeister aus Kroatien und das stets stark einzustufende deutsche Boot. Kroatien setzte sich am Start ab und gewann den Vorlauf souverän. Im Schlussspurt um den zweiten Halbfinalplatz musste sich das Schweizer Boot um winzige 0.45 Sekunden von Deutschland geschlagen geben und mit dem dritten Rang den Umweg über den Hoffnungslauf machen, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Dies gelang mit dem 2. Rang hinter Tschechien und vor Australien.
Dritter Platz
Am Samstag, 24. Juli 2010 trat der Schweizer Doppelvierer im Halbfinale gegen Grossbritannien, Russland, Deutschland, Polen und Slowenien an. Nach einem guten Start setzte er sich mit dem deutschen Boot an die Spitze. Zusammen mit dem russischen und dem polnischen Boot vermochten sich die Schweizer aber von den Deutschen abzusetzen und belegten im Ziel mit 0.04 Sekunden Rückstand auf Polen und 1.6 Sekunden Vorsprung auf Deutschland den A-Finalberechtigten dritten Platz.
Im A-Final am Sonntag musste das Schweizer Boot gegen die Favoriten Kroatien sowie gegen die osteuropäischen Boote aus Russland, Polen, Ukraine und Tschechien antreten. Kroatien setzte sich gleich zu Beginn an die Spitze und wurde überlegener U23-Weltmeister vor Russland und der Ukraine. Auf der ersten Streckenhälfte vermochte das Schweizer Boot mit Tschechien und Polen mithalten, verlor dann aber Meter um Meter und wurde mit rund 3 Sekunden Rückstand auf Polen Sechste. Mit diesem sechsten Rang liefert der diesjährige U23-Doppelvierer das beste Resultat eines Schweizer Doppelvierers seit dem ebenfalls sechsten Rang an der U23-WM vor neun Jahren in Linz-Ottensheim.
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