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Sa. 10. Dezember 2011 - 14:01 Uhr
Warmherziger Empfang bei nasskalter Witterung

Thurgau – Würdig und ehrenvoll ist der frischgebackene Nationalratspräsident Hansjörg Walter im Kanton Thurgau empfangen worden. Sowohl in der Hauptstadt Frauenfeld als auch an seinem Wohnort Wängi bereiteten viele Politikerinnen und Politiker sowie die Bevölkerung dem «höchsten Schweizer» eine warmherzige Ankunft zurück im Thurgau. Hansjörg Walter zeigte sich gerührt und bedankte sich mit den Worten «es ist schön, so empfangen zu werden». - KLZ

Festlicher Empfang am Bahnhof Frauenfeld (v.l.n.r): Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Nationalratspräsident Hansjörg Walter, seine Frau Madeleine, Regierungspräsident Kaspar Schläpfer. (Bild: zvg)
 
Festlicher Empfang am Bahnhof Frauenfeld (v.l.n.r): Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Nationalratspräsident Hansjörg Walter, seine Frau Madeleine, Regierungspräsident Kaspar Schläpfer. (Bild: zvg)

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Die zahlreichen Nationalrätinnen/-räte, die Hansjörg Walter in den Thurgau begleiteten, waren bereits zu den flotten Dixie-Klängen der Swiss German Dixie Corporation im Extrazug von Bern nach Frauenfeld in bester Festlaune. Am Bahnhof Frauenfeld wurden sie von hunderten von Zuschauern, von einem bunten Meer von Thurgauer Gemeindefahnen sowie der Jugendmusik Kreuzlingen musikalisch und von Grossratspräsident Peter Kummer mit Worten willkommen geheissen. «32 Jahre nach Hanspeter Fischer und 47 Jahre nach Otto Hess dürfen wir also wieder einmal einen Nationalratspräsidenten feiern», sagte der Grossratspräsident mit sichtlichem Stolz. Die anschliessende Cortège durch die Stadt Frauenfeld wurde beinahe vom Winde verweht, blieb aber glücklicherweise vom Regen verschont. Vier offene Kutschen mit dem neuen Nationalratspräsidenten und seiner Frau an der Spitze fuhren vom Bahnhof auf den Marktplatz.
 
Einen weiteren Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete der Festanlass im Festzelt auf dem Marktplatz in Frauenfeld. Ansprachen wechselten sich mit akrobatischen Breakdance-Einlagen der Rock-Kids-Crew ab. Der Frauenfelder Stadtammann Carlo Parolari hob hervor, dass Hansjörg Walter das Moderieren mehr liege als das Polarisieren: «So kenne ich dich, und das sind genau die Eigenschaften, die du als Nationalratspräsident brauchen wirst.» Anerkennend über den Nationalratspräsidenten äusserte sich auch der Thurgauer Regierungspräsident Kaspar Schläpfer: «Mit Saft und Kraft aus dem Thurgau: So handelt Hansjörg Walter.» Er würdigte ihn als einen, der trotz der reichen politischen Tätigkeit immer mit der Scholle verbunden geblieben sei und dass abgehobene und provokative Statements nicht seine Sache seien. Was ist Konkordanz? Diese Frage stellte sich Bundesrätin Simonetta Sommaruga in ihrer Rede. «Das Wort stammt von concordare, was übereinstimmen bedeutet», hielt die Bundesrätin fest und fügte bei: «Das ist in der Politik manchmal vielleicht doch etwas viel verlangt.» Bei Hansjörg Walter falle es aber leicht, da er ein herzlicher Mensch und Politiker sei. Daraufhin betrat der neue Nationalratspräsident die Bühne, bedankte sich herzlich für den ausserordentlich schönen Empfang und sagte, dass er sich grossartig und geehrt fühle.
 
Nach dem reichlichen Apéro mit der Bevölkerung auf dem Marktplatz in Frauenfeld fuhr die Festgemeinde mit einer in ihrer Länge noch nie dagewesenen Komposition der Frauenfeld-Wil-Bahn an Hansjörg Walters Wohnort Wängi. Dort wurde der Gaumen der Gäste mit Kalbfleischterrine, Bio-Heusuppe, Entrecôte und Weinschaumkuchen verwöhnt. Den weiteren Reigen der Reden eröffnete Toni Brunner als Präsident der SVP Schweiz. Er würdigte die Schaffenskraft und das ausgleichende Naturell von Hansjörg Walter und erinnerte sich an sein erstes landwirtschaftliches Lehrjahr, das er in Eggetsbühl in der Gemeinde Wängi absolvierte. Damals schon sagte ihm sein Lehrmeister: «Toni, dieser Mann wird einmal ein grosser.» Mit einem Augenzwinkern fügte er an: «Ja, er ist dann vier Jahre nach mir in den Nationalrat gewählt worden.» Witzig und mit Westschweizer Charme vorgetragen waren die Worte des scheidenden Nationalratspräsidenten Jean-René Germanier, der sich nicht nur über Hansjörg Walter lobend äusserte, sondern – als Walliser Weinbauer – auch über den Thurgauer Wein, den er an diesem Festtag geniessen durfte.
 
Ein ganz besonderes Geschenk – ein tönendes – durfte Hansjörg Walter aus den Händen von Benno Storchenegger, Gemeindeammann von Wängi, entgegennehmen. Der Leiter des Wängemer Musikvereins «Alpenrösli» komponierte den «Hansjörg Walter Marsch», den der Musikverein am Festakt uraufführte. Aus den Händen des Gemeindeammanns durfte Hansjörg Walter die Originalpartitur entgegennehmen, was ihn sichtlich freute. Mit einem Blumenstrauss geehrt wurde auch Walters Frau Madeleine. Storchenegger bezeichnete die beiden als starkes Team und Madeleine Walter als die Stabschefin und Beraterin ihres Mannes. Schliesslich ergriff der Geehrte nochmals das Wort, bedankte sich bei allen für das Fest und schloss mit den Worten: «Das National-ratspräsidium ist die grösste Herausforderung ausserhalb meines Bauernhofs. Ich wer-de alles tun, dass es gut kommt.» Dann erhob sich die Festgemeinde zum Singen des Thurgauerliedes, begleitet vom Musikverein «Alpenrösli» und Hackbrettspieler Nicolas Senn.

 
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